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Pressemitteilungen von 2018

Projekt – Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland

Pressemitteilung Dezember 2018

Ende 2018 fand im Saal der Pressekonferenzen des Stadtrates von Jekaterinburg die Jahresabschlusskonferenz des deutsch/russischen Projektes „ Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland“ statt.

Thema war die Gründung und Arbeit einer „Tafel“ in Jekaterinburg und die Durchführung der „Tafelarbeit“ durch den russischen Verein „MI“. Die „Tafel“ in Jekaterinburg soll als Muster für weitere „Tafeln“ in Russland dienen.

Weitere „Tafelgründungen“ mit der entsprechenden Vernetzung in Russland und durch die Vermittlung des Projektpartners Neue Wege e.V. soll die weitere Unterstützung mit sogenannten „Patentafeln“ in Deutschland weitergehen!
Mit dem Projekt soll u.a. die Bürgergesellschaft in Russland gestärkt werden.
Der Oberbürgermeister der Stadt Jekaterinburg war Schirmherr der Veranstaltung und stellte die Räume zur Verfügung.

Die russischen Partner des Vereins „Neue Wege e.V.“ hatten die Organisation der Veranstaltung übernommen und stellten vor Eintritt in die Offizielle Tagesordnung ihren neu gegründeten Verein „MI“ („WIR“) vor, der die Aufgaben der „Tafel“ wahrnehmen wird.

Der Oberbürgermeister betonte in seinem Grußwort die Notwendigkeit des Kampfes gegen Armut und Verschwendung. Mit der Arbeit von „MI“ werde eine wichtige Aufgabe nicht nur für den Erhalt des sozialen Friedens, sondern auch im Kampf gegen Verschwendung geleistet. Er sagte die Unterstützung des Stadtrates und des Gouverneurs zu.

Jürgen Harms referierte über Struktur und Organisation von sozialen Verbänden am Beispiel der deutschen Wohlfahrtsverbände.

Prof. Dr. Ehlert spannte den Bogen von Vergangenheit zur Zukunft im sozialen Bereich in seinem Vortrag „ Von der Suppenküche zum Sozialen Unternehmen / Herausforderungen der Globalisierung an die NGO /NPO in Gegenwart und Zukunft“.

Gerd Häuser stellte die Struktur und die Arbeitsweise der deutschen Tafeln im Vergleich mit den europäischen/amerikanischen „Foodbanks“ dar.

Die Vertreter der anwesenden russischen Lebensmittelhändler berichteten über ihre bisherige Aktivitäten im „Charité Bereich“, alle hatten aber keine Erfahrung über die systematische Weitergabe von qualitativen hochwertigen Lebensmittel an soziale Organisationen zur Verteilung an Bedürftige.

In der folgenden Diskussion der sehr interessierten Anwesenden ergaben sich erste konkrete Ergebnisse!
Sie werden sich mit „MI“ in Verbindung setzen um die Möglichkeiten einer langfristigen und nachhaltigen Zusammenarbeit für das Stadtgebiet Jekaterinburg zu erörtern.

Beide Seiten baten „Neue Wege e.V.“, weiterhin den Akteuren beratend zur Seite zu stehen um die Anfangsschwierigkeiten, die Aus- und Fortbildung sowie das Austauschprogramm erfolgreich zu meistern.
Für das bisherige Engagement wurden den deutschen Projektmitarbeiter Dankesurkunden überreicht.

Auch erklärten die Vertreter der russischen Lebensmittelhändler, dass Sie daran interessiert seien, dass ihre Mitarbeiter der mittleren Führungsebene an dem Aus-und Fortbildungsprogrammes künftig teilnehmen könnten, damit die spannende Projektidee aktiv von vielen Seiten besser konkret unterstützt werden kann!

Die Beauftragte für die Lebensmittelüberwachung des Bezirkes informierte über die Hygienebestimmungen in Russland und stellte fest, dass das MHD durchaus um 2/3 Tage überschritten werden kann (teilweise noch länger bei Waren wie Reis, Kaffee, etc.).
Ganz im Gegensatz zu dem Verzehrdatum, das unbedingt eingehalten werden sollte.
Sie sagte „MI“ ihre volle Unterstützung zu.

Weitere Organisationen stellten ihre Tätigkeiten vor und sagten „MI“ ihre Hilfe beim sammeln bzw. beim Verteilen von Lebensmittel zu.

Der Vorsitzende von „MI“, der Abgeordnete T.R. Zhukov als Leiter der gemeinnützigen Stiftung und als Stellvertreter der DUMA der Stadt Jekaterinburg dankte in seinem Schlusswort allen Teilnehmern für ihr Interesse an der Arbeit und die zugesagte Unterstützung.
Er dankte den Vertretern von „Neue Wege e.V.“ für ihr bisheriges Engagement und bat auch um Unterstützung in der nächsten Zeit.
Er sprach sich für ein Austauschprogramm aus, in denen sowohl praktische Erfahrungen gewonnen werden als auch nachhaltige Kontakte geknüpft werden können.
Weiterhin soll das Projekt auf andere Städte ausgedehnt und die Vernetzung vorgesehen werden.

NGO`s / NPO`s aus Omsk, Tomsk und Perm haben ihr Interesse an dem Projekt angemeldet.
Natürlich sollen ähnliche Konferenzen wie heute in 2019 durchgeführt werden, um die deutsch/russische Zusammenarbeit im Rahmen des Aus-und Aufbau der Zuivilgesellschaft weiterhin zu fördern.


Projekt – Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland

Pressemitteilung November 2018

Deutsch-Russisches Forum

Danksagung für unser Engagement im Deutsch-Russischen Jahr der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018

Der Verein Neue Wege e.V. als Projektträger hat an der Abschlussveranstaltung des Deutsch-Russischen Jahres im Auswärtigen Amt in Berlin teilgenommen.

Anlässlich dieser Veranstaltung hatten wir uns u.a. auch für eine Auszeichnung deutscher und russischer Städte und Initiativen für eine herausragende Partnerschaft beworben.

Insgesamt fast 250 Bewerbungen aus Deutschland und Russland zeugen vom eindrucksvollen und vielfältigen Engagement in der deutsch-russischen Zusammenarbeit.

Der Verein Neue Wege e.V. gehörte leider nicht zu den 20 ausgewählten Partnerschaften, die besonders geehrt wurden, aber mit dieser Anerkennung des deutsch-russischen Forums (Anlage) unter dem Vorsitz von Matthias Platzeck (Ministerpräsident a.D.) fühlen wir uns in unserer Arbeit und dem Engagement gewürdigt.

Zumal auf der ganztägigen, sehr informativen Veranstaltung im Auswärtigen Amt in Berlin als Höhepunkt die Anwesenheit und Ansprache des deutschen Außenminister Herr H. Maas und dem russischen Außenminister Herr S. Lawrow die Bedeutung der Deutsch-Russischen Freundschaft deutlich machte!

In diesem Sinne will der Verein Neue Wege e.V. als Projektträger die Arbeit in Russland fortführen.

Danksagung

Projekt – Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland

Pressemitteilung Oktober 2018

Anfang August 2018 fand ein Workshop mit den Vertretern des Ural Hauses und der Projektleitung über die zukünftige weitere Zusammenarbeit und Entwicklung beim Aufbau der „Tafel“ im Gebiet Swerdlowsk statt.

Weiterhin sollten die Aktivitäten der NGO`s bei der im November geplante Auftaktkonferenz für die „Tafeln“ im Gebiet vorbereitet werden. Auch wurde die von der Projektleitung gemeinsam mit den Akteuren vor Ort entwickelten „To Do“ Liste abgearbeitet.

Die Vertreter des Ural Hauses sahen sich aber außerstande, verbindliche Verabredungen zu diesem Zeitpunkt zu vereinbaren, da erst Anfang November über ihren Antrag über finanzielle Unterstützung aus dem russischen Sozialfond entschieden wird.

Auch über Art und Umfang der Konferenz, die erst Anfang nächsten Jahres durchgeführt werden könne, gab es unterschiedliche Auffassungen. Die Vertreter des Ural Hauses erklärten, dass sie gern an der geplanten Auftaktkonferenz, die von den Aktivisten der Stiftung „Stadt ohne Drogen“ in der Stadt Jekaterinburg durchgeführt werden soll, zwar teilnehmen aber nicht an der Organisation mangels Kapazitäten mitarbeiten könnten.

Auch gibt es zur Zeit noch von beiden Seiten, was eine Zusammenarbeit angeht, derzeit noch Vorbehalte, und man ist momentan offensichtlich nur bereit, begrenzte gemeinsame Aktionen durch zu führen.

Die Grundphilosophien beider Organisationen sind zu unterschiedlich, dazu kommt der Generationen und Bildungsunterschied (Stiftungsvertreter haben ein durchschnittliches Alter um die 30 bis 40 Jahre und haben alle einen Hochschulabschluss).

Wir als Projektträger sehen aber für die Zusammenarbeit in der Sache künftig schon eine Chance, setzt aber voraus das wir auch weiter die NGO`s beraten und begleiten können!

Ein weiterer Workshop mit Vertretern der Stiftung fand statt. Die Vertreter der Stiftung erklärten, dass die regelmäßige Arbeit der russischen „Tafel“ nach der Konferenz begonnen werden könnte. Die notwendige Infrastruktur (Räume, Personal, Standorte, Unterstützer) sei zwar im bescheidenen Maße vorhanden, werde aber ständig ausgebaut. Die „To Do“ Liste war dafür sehr hilfreich und hat die Umsetzung vor Ort erleichtert, sie ist abgearbeitet worden bzw. ist weiter in Bearbeitung.

So wird die Auftaktkonferenz für das Gebiet Swerdlowsk und die Stadt Jekatherinenburg Ende November stattfinden. Daran teilnehmen werden die Vertreter der großen russischen Handelsketten, aus Politik (Gouverneur, Minister, Abgeordnete), Wirtschaft(Deutsch/Russische Handelskammer), Verbänden (Rotes Kreuz), Kultur (Schauspieler und Tänzer), Sport (Goldm. Biathlon- Gewinner) und Gesellschaft (bekannte Persönlichkeiten).

Die Stiftung besteht darauf die Konferenz als Deutsch/russische Zusammenarbeit im Sozialbereich zu benennen und das Neue Wege e.V. als Projektträger das Eröffnungsreferat übernimmt.

Weiter wurde gemeinsam geplant, die Begleitung der Startphase in der Stadt Jekaterinburg durch die Projektleitung als auch die Federführung bei der Planung und Durchführung von weiteren Konferenzen an vielen Orten Russlands und die Einrichtung eines „Netzwerkes“ zu begründen.


Projekt – Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland

Pressemitteilung 03.09.2018

Am 6.8.2018 war der Vorstand des Vereins Neue Wege e. V. von der Menschenrechtsbeauftragten für das Gebiet Swerdlowsk, Frau Tatjana Merzljakowa in Jekaterinburg eingeladen, um über gemeinsame Arbeitsmöglichkeiten für das vom Verein und den NGO`s „ Ural Haus „ und der „ Stiftung Jekaterinburg ohne Drogen „ gemeinsame Projekt „ Kampf gegen Lebensmittelverschwendung durch Stärkung der Zivilgesellschaft“ zu vereinbaren.

Frau Merzljakowa sicherte ihre volle Unterstützung für das Projekt zu, insbesondere wird sie für das Projekt werben und bei evtl. Schwierigkeiten mit den Behörden helfen.

Positiv überrascht war die Projektleitung über den Brief des Koordinators für Menschenrechte der Russischen Föderation, Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Zivilgesellschaft des „Petersburger Dialogs“ und Berater des Präsidenten der Russischen Föderation Prof. M. Fedetow, der das Projekt nicht nur befürwortet sondern in dem Brief auch seine volle Unterstützung zusagte.

Im weiteren Verlauf unseres Besuchs wurden in zwei Workshops jeweils mit den Vertretern des Ural Hauses (an dem auch eine Vertreterin von NGO`s aus der Stadt Perm teilnahm) und der Stiftung „Jekaterinburg ohne Drogen“ durchgeführt. Hier wurde die Infrastruktur einer Tafel besprochen und entsprechende Räume ausgewählt.

Weiterhin wurde beschlossen das beide NGO´s eine gemeinsame Plattform für ihre künftige Arbeit entwickeln und Grundzüge für eine Konferenz in Jekaterinburg zum Thema „Lebensmittelrettung“ zu erarbeiten.

Die Konferenz soll im November in Jekaterinburg stattfinden, dazu sollen neben dem Lebensmittelhandel und der Lebensmittelproduktion, alle gesellschaftlich relevanten Kräfte (Politik, Kirchen, Kultur, etc.) eingeladen werden.

Die Vertreter des Vereins „Neue Wege e. V.“ werden dazu Entwürfe einer „To Do „ Liste und der Konzeption der Konferenz erstellen.

Die beiden NGO`s wollen, soweit wie möglich schon mit den Planungen der Vorbereitungen/Terminvereinbarungen usw. beginnen. Die Vorbereitungssitzung mit allen Beteiligten wurde für Ende September vereinbart.


Projekt – Aufbau der Zivilgesellschaft und der ehrenamtlichen Kultur in Russland

Pressemitteilung Februar 2018

Besuch einer Delegation aus Jekaterinburg zu einer vom Verein Neue Wege e.V. veranstalteten Schulungswoche im Rahmen des Projektes „Aufbau der Zivilgesellschaft und Ausbau der ehrenamtlichen Kultur in Russland.

Das Eröffnungsseminar, an dem die Delegation mit dem Präsidenten der Stiftung „Drogenfreies Jekaterinburg“ und dem für die Bereiche Obdachlosenarbeit und „Tafeln“ zuständigen Vizepräsidenten an der Spitze teilnahmen, bestand überwiegend aus Studentinnen und Studenten, die die künftige „Tafelarbeit“ vor Ort leisten wollen.

Die Hauptthemen des Seminars waren:

  • Aufbau und Struktur der Lebensmittelindustrie und des Handels in Europa und in Russland.
  • Lebensmittelrecht und Hygienevorschriften
  • Sponsoring
  • Nachhaltige Gewinnung von ehrenamtlichen Helfern

Das Seminar wurde auch zur Vorbereitung der anstehende Besuche bei den Tafeln in Bremerhaven, Bremen und Nienburg genutzt.

Zum weiteren wurden die Teilnehmer*innen der Schulungswoche über Aufbau Struktur und das Leben der Menschen in der Bundesrepublik Deutschland informiert. Es folgte eine interessante Aussprache über das Deutsch/Russische Verhältnis, was alle auch mit Blick auf die unterschiedlichen Kulturen engagiert gestaltet haben.

Dabei zeigte es sich, dass von den Menschen (insbesondere die jungen Bürgerinnen und Bürger) in Russland trotz der schlimmen Erfahrungen in der Vergangenheit. die „Deutschen“ als Freunde angesehen werden. Dies zeige sich nicht nur in der Beliebtheit des deutschen Bieres und den ca. 40 Restaurants mit deutscher Küche alleine in Jekaterinburg, sondern auch dem sehr großem Interesse der akademischen Jugend ein oder zwei Semester an einer deutschen Universität zu verbringen ebenso wie der Wunsch der jungen Berufstätigen an einem Austauschprogramm teilzunehmen.

Peinlich berührt waren die deutschen Teilnehmer an dem großen Vertrauen der jungen russischen Teilnehmer an den technischen und organisatorischen Fähigkeiten der Deutschen.

Im Rahmen Kulturprogramme wurde sowohl das historische als auch das moderne Berlin besichtigt

In den nächsten Tagen wurden die Tafeln in Bremerhaven (Trägertafel), in Bremen (Verein) wo das Tafellager für Nordniedersachsen geführt wird sowie die Nienburger Tafel besucht, die praktische Arbeit vor Ort besichtigt und mit den Verantwortlichen vor Ort diskutiert.

Besonders interessant waren für die russischen Gäste die Referate über die Arbeit der Sozialverbände(AWO Bremerhaven) und die der NGO`s in Deutschland.

Die Nienburger Tafel, die in Trägerschaft eines Obdachlosenvereins arbeitet war für die Gäste besonders spannend, da in Jekaterinburg ähnliche Verhältnisse zu finden sind.

Beeindruckt waren die Mitglieder der Delegation über Aufbau und Struktur des Landes Bremen über die anlässlich des Besuches des Landtages in Bremen informiert wurde. Auch die Begrüßung durch den Präsidenten des Hauses war ein Zeichen des Stellenwertes des Projektträgers und der AWO.

Eine Besichtigung der Altstadt Bremens rundete den Besuch ab.

Nach dem Abschluss Seminar in Berlin, an dem über alle noch offenstehenden Fragen gesprochen wurde und in dem die nächsten Schritte in 2018 festgelegt wurden, reiste die Delegation mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck ab. Der Besuch wurde von den Gästen, auch wegen der vielen praktischen Ansätzen in der Woche als sehr hilfreich für die künftige Arbeit vor Ort bewertet.

Eine weitere Unterstützung und Begleitung von Neue Wege e.V. , hier insbesondere mit Marketing und Sponsoring wurde gewünscht!

Pressemitteilung von Februar 2018